Freiwilligenjahrgang 2015/16

Rike Hilke aus Berlin, Deutschland

Rike wurde im Frühjahr während eines Auswahlseminars vom Augenhöhe-Team als Freiwillige für das Entsenden-Programm 2015/16 ausgewählt. Nach dem Vorbereitungsseminar in Berlin, reiste sie im September für ihren 12-monatigen Freiwilligendienst im SOS-Kinderdorf nach Bethlehem, Palästina. Rike stellt sich uns persönlich vor:

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“Mein Name ist Henrike Hilke, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Berlin. In meiner Freizeit unternehme ich viel mit Freunden, male, spiele Gitarre (mehr oder weniger gut) und gehe am Wochenende gerne mal aus.

Als ich diesen Sommer die Schule beendete, hatte ich keine Ahnung, was ich später mal aus meinem Leben machen wollte. Ich wusste aber genau, dass ich nicht sofort anfangen wollte, zu studieren, was für mich bedeutete, weiter die Schulbank zu drücken. Ich war endlich frei und wollte die Welt sehen, mich selbst herausfordern, an meine Grenzen gehen und, wohl als Konsequenz daraus, mir selbst ein Stück näher kommen.

Aber wohin? Das war die Frage. Nun hatte ich in der zehnten Klasse an einem Schüleraustausch teilgenommen, in dessen Rahmen ich Israel und Palästina bereiste und einen Eindruck davon bekommen habe, wie es im „gelobten Land“ heute aussieht – wie die Menschen dort leben, vor allem in Bezug auf die dortige Situation. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich Auge in Auge mit einem der größten (und vor allem längsten) Konflikte der Welt konfrontiert – und ich war fasziniert, im positiven sowie im negativen Sinne. Diese Faszination hat mich bis heute nicht losgelassen. Seit dem Zeitpunkt stand für mich fest, dass ich dorthin zurückkehren würde. Und dies war die Gelegenheit. Zu meiner Entscheidung hat wohl auch die Tatsache beigetragen, dass ich mein Leben lang in einem sicheren Staat, einem wohlbehüteten Nest verbracht habe und die Probleme der Welt einzig durch die Nachrichten im Fernsehen gesehen habe. Davon hatte ich genug. Ich wollte nach Palästina, um den Menschen dort zu zeigen, dass es Leute auf der Welt gibt, die sich mit ihnen solidarisch verbunden fühlen, die im Fernsehen nicht wegschalten. Ich wollte dorthin, um zu verstehen, und wohl auch, um Teil davon zu sein.

Erfahrungsbericht 1 (Herbst 2015)
Erfahrungsbericht 2 (Jahreswechsel 2015/2016)
Erfahrungsbericht 3 (Frühling 2016)
Erfahrungsbericht 4 (Frühsommer 2016)
Erfahrungsbericht 5 (Sommer 2016)